igenos veröffentlicht hier eine neue, kostenfreie Buchreihe zur Zukunft der Genossenschaften. Der Fokus liegt auf den Mitgliederrechten und den Alternativen zu einer Fusionen.
Mit der Veröffentlichung von insgesamt 17 Fachbüchern hat die Plattform igenos-medien.de eine umfassende Publikationsreihe zur Zukunft von Genossenschaften vorgestellt. Herausgeber ist der Verein igenos Deutschland e. V., der sich für die Stärkung der Mitgliederrechte im Genossenschaftswesen einsetzt.
Die Reihe unter dem Titel „igenos Genossenschaftspraxis“ richtet sich insbesondere an Mitglieder von Volks- und Raiffeisenbanken sowie an Aufsichtsräte, Vorstände und interessierte Öffentlichkeit. Inhaltlich befassen sich die Bücher mit zentralen Fragen der genossenschaftlichen Ordnung, insbesondere im Zusammenhang mit aktuellen Fusionsentwicklungen im Bankensektor.
Im Mittelpunkt steht dabei der gesetzliche Förderauftrag nach § 1 Genossenschaftsgesetz (GenG), der die wirtschaftliche Förderung der Mitglieder als Zweck der Genossenschaft definiert. Nach Auffassung der Autoren werde dieser Maßstab in der Praxis häufig nicht ausreichend berücksichtigt.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Rolle der Organe. Die Veröffentlichungen thematisieren die Pflichten von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die gesetzlich verankerte Prüfung durch genossenschaftliche Prüfungsverbände. Diese habe – so die Darstellung – dem Schutz der Mitglieder zu dienen und müsse insbesondere bei strukturellen Maßnahmen wie Fusionen eine umfassende Information und Bewertung sicherstellen.
Zudem werden Alternativen zu Fusionen dargestellt, darunter Ausgliederungen, Rechtsformwechsel und Strategiewechsel. Ziel sei es, die Entscheidungsgrundlagen für Mitglieder zu verbreitern und eine informierte Willensbildung zu ermöglichen.
Ein besonderes Augenmerk gilt dem Konzept der sogenannten „Geno-Rente“. Dieses Modell sieht vor, dass Mitglieder über genossenschaftliche Rückvergütungen eine zusätzliche Altersvorsorge aufbauen können – ohne eigene Beitragszahlungen. Die Idee wird als möglicher Impuls für die Weiterentwicklung der Mitgliederförderung diskutiert.
„Genossenschaften sind keine gewöhnlichen Unternehmen, sondern Mitgliederorganisationen. Ihre Zukunft ist nicht vorgegeben, sondern gestaltbar“, sagt Georg Scheumann, Autor der Reihe und Vorstandsmitglied von igenos Deutschland e. V.
Die Bücher stehen auf der Plattform igenos-medien.de kostenfrei zur Verfügung.
Kontakt:
igenos Deutschland e. V.
mail: medien@igenos.de

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