Wird die BVR Fusionspolitik gerichtlich überprüft?

Allgemein

Die laufenden Fusionen im genossenschaftlichen Bankensektor sollen laut Aussage des BVR dazu dienen die Wettbewerbsfähigkeit der Genossenschaftsbanken zu erhalten und der Mitgliederförderung dienen. Dieser Strategie kann igenos nicht folgen, denn Fusionen sind keine Antwort auf die Digitalisierungswelle. Das Landgericht Nürnberg-Fürth steuert in diesen Tagen zielstrebig auf die generelle juristische Lösung eines genossenschaftlichen Schlüsselproblems zu. Es geht um das Nominalwertprinzip. Gegenstand des vorliegenden Falls vor dem Nürnberger Landgericht ist die umstrittene Verschmelzung von drei fränkischen Volksbanken – der Volksbank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach, der Volksbank Neustadt an der Aisch sowie der Volks- und Raiffeisenbank Nürnberg. Über die geplante Mega-Fusion haben die Genonachrichten bereits im Vorfeld  (hier) und (hier) ausführlich berichtet.Auch igenos, als Interessenvertetung der Genossenschaftsmitglieder,  war im Vorfeld der geplanten Fusion vor Ort aktiv.

Das Medium finanz-szene.de prognostiziert ein bevorstehendes „Volksbank-Beben“. Immerhin ist das vergangene Jahrzehnt von einer regelrechten Fusionswelle im Sektor Genossenschaftsbanken geprägt gewesen. Derzeit existieren nur noch 770 Genossenschaftsbanken. Jährlich gibt es 30 bis 50 Verschmelzungen. 

Die Fusionen der Genossenschaftsverbände dienen zur Strukturbereinigung und wurden (hier) mehrfach ausführlich thematisiert.  Ein Szenario dazu wurde bereits im Jahr 2018 in den GenoNachrichen veröffentlich

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